
Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis hat am 16. April 2026 zu einer zweiten Informationsveranstaltung zum Thema „Güterverkehr auf der Hunsrückquerbahn“ eingeladen. Ziel der zweiten Veranstaltung war es, die möglichen Potentiale der Strecke zu erläutern. Der rund 60 km lange Abschnitt steht kurz vor dem Abschluss der Sanierung durch die Deutsche Bahn. Mit Alexander Neubauer, Prokurist des Eisenbahnunternehmens ZL-Traktion wurde die Veranstaltung abgerundet. Neubauer hat den rund 50 interessierten Personen Informationen zur Strecke, den möglichen Verladeoptionen nach dem Ende der Sanierung und weiteren Möglichkeiten informiert. Er unterstrich aber auch, dass nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten weitere Maßnahmen eingeleitet werden müssten, um einen effizienten und reibungslosen Betrieb zu ermöglichen.
So gehört in seinen Augen die vollständige Wiederherstellung aller technischen Bahnübergangs-Sicherungsanlagen und die Aufstufung der Streckengeschwindigkeit auf die offiziell zugelassenen 50 km/h. Die ehemalige DB Netz AG (heute DB InfraGo) hatte damals einen Antrag auf Reduzierung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 10 bzw. 20 km/h gestellt. Auf diese Weise wollte das Eisenbahninfrastrukturunternehmen den Arbeitsaufwand auf der Strecke verringern.
Neben der Frage, ob die Unternehmen in der Region ihre Transporte auch auf die Schiene verlagern möchten bzw. können, wurde auch der ÖPNV angesprochen: Hier verwies Volker Boch, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises auf eine Kosten-Nutzen-Analyse, die jedoch erst nach dem Ende der Sanierungsmaßnahme durch die DB InfraGo starten werde.