Campus-Student entwickelt Energiekonzept für die Nationalparkregion

Pressemitteilung:

Visualisierungen für regionale Energienutzungs- und Energieerzeugungsmodelle

Campus-Student entwickelt Energiekonzept für die Nationalparkregion

Kann sich die Nationalparkregion autark mit Energie ohne Treibhausgasemissionen versorgen, und welche Konzepte der Energieerzeugung und -verteilung sind dazu notwendig? Dieser Frage ging der Student Michel Bickelmann nach, der seinen Bachelorabschluss in „Erneuerbare Energien“ gemacht hat und während seiner Thesis von den Professoren Henrik te Heesen und Stefan Naumann betreut wurde.

Im Detail hat der Student bis auf Ortgemeindeebene die Verbräuche von Strom und Wärme analysiert und diese kartographisch veranschaulicht. Gleichzeitig hat er untersucht, welche alternativen Energiequellen wie Wind- und Solaranlagen es bereits in der Nationalparkregion gibt und auch welche Potenziale noch vorhanden sind. „Da fallen unmittelbar eine Menge ungenutzter Dächer für solare Stromerzeugung auf“, so Bickelmann, der besonders in diesem Bereich Entwicklungsmöglichkeiten sieht. Als ein Resultat wurde im Rahmen der Arbeit ein sogenanntes Sankey-Diagramm entwickelt, welches den notwendigen Energieaustausch zwischen den einzelnen Teilregionen dargestellt (siehe Abbildung). Deutlich wurde hier, dass die südwestlichen Gemeinden der NLP-Region eher Energielieferanten sind, während die nördlichen und östlichen Gemeinden durchweg Nettoabnehmer sind. „Hier gibt es einiges an Potenzial zur Erhöhung der Eigenversorgungsquote“ so Prof. te Heesen, der die akribische Datenerhebung des Studierenden gemeinsam mit dem Institut für Softwaresysteme weiter ausbauen wird, denn gerade durch die grafische Veranschaulichung der Energieströme auf Kartenbasis lassen sich schnell Handlungsfelder identifizieren, die den Weg der Nationalparkregion hin zur Energieautarkie aufzeigen. „Dies ist ein weiterer Baustein zur Entwicklung einer öko-sozialen Modellregion, die den Nationalpark Hunsrück-Hochwald zum Nukleus hat und neue, innovative Maßnahmen für ganze Regionen erarbeiten und diese auch erproben kann“, so Prof. Naumann abschließend.

Abbildung: Darstellung der elektrischen Energieerzeugung in den Gemeinden der Nationalparkregion (grün: mehr Erzeugung als Verbrauch, rot: mehr Verbrauch als Erzeugung) und des resultierenden optimieren Energieflusses in der Region.

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